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Harz Goslar Rammelsberg

Unterwelt – Bergbau im Harz bis zum 19. Jahrhundert

„Hoch der Harz und tief das Erz; Jedweder Anbruch erhebt das Herz, Bergwerk Harz“, so grüßt der Harzer Bergmann.  Wandern Sie genüsslich entlang der teils schroffen Flussläufe, in tiefen Wäldern und vorbei an oder direkt zu kaiserlichen Städten und idyllischen Dörfern. Mit etwas „Glück (auf)“ begegnet Ihnen einer dieser Zwerge alias Bergmönche. Bekleidet ist er mit Kutte und der Gugel (Kapuze), die vom Cingulum (Strick) an der Hüfte zusammengehalten wird. Eisen und Schlägel trägt er als Werkzeuge bei sich. Den armen Bergleuten war er ein sehr gern gesehener Gefährte, denn er führte sie zu reichen Erzstätten.

Harz Bergwerksmuseum - Bergwerk Harz
Förderwagen im Bergwerk

Daher ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass das komplexe Stollen- und Gangwerk dem Zwergenreich aus Tolkiens „Herr der Ringe“ ähnelt. Montanarchäologisch ist bewiesen, dass der Bergbau hier Jahrtausende zurückreicht. Und geologisch ist dieses Gebirge eines der vielfältigsten Mittelgebirge Europas. Erze, Wasser, Wälder und gute Böden waren die Basis für die Entwicklung zu einem der Zentren des Heiligen Römischen Reiches. Erschließen Sie sich die steinernen Zeugen dieser Blütezeit wie wehrhafte Burgen und Kirchen der Romanik.

Vormittelalterlicher Bergbau – das Bergwerk Harz

Montanarchäologen konnten durch Ausgrabungen im südlichen Harzvorland nachweisen, dass schon um 1000 v. Chr. (in der Bronzezeit) Metalle verwendet wurden. Für die Versorgung Nordeuropas mit Kupfer, Silber und Blei hatte der Bergbau im Harz eine existentielle Bedeutung. Metallurgische Untersuchungen archäologischer Funde belegen dies. Seit der Steinzeit ist der Unterharz und sein Vorland kontinuierlich besiedelt. Warum war dieses unwirtliche Gebiet immer wieder so anziehend für die nicht sesshaften Menschen? Eine naheliegende Erklärung liefern die geomorphologischen Prozesse in den Tiefen der Erde. Hier lagerten sich Erze ab und diese finden sich dann nachweislich ebenso rein und elementar an der Oberfläche.

Harz Bergwerksmuseum
Bergbau im Harz – Grubenaufzug im Bergwerk

Aufmerksamen Wanderern entgehen nicht die unzähligen Schlackenhalden. Hier wurden Erze verschmolzen. Die Schlacke floss in den Rennfeuern aus dem Ofen ab und das z. B. noch verunreinigte Eisen(Luppe) aus dem Erz blieb zurück. Schlacke ist toxisch und daher können die Schmelzplätze aus dem Mittelalter kaum verfehlt werden. Pflanzen siedeln sich kaum an und wenn Mutter Natur doch triumphiert, dann in Form von Flechten (Krustenflechte, Strauchflechte, Rentierflechte). Darüber hinaus können Sie bestaunen, wie resistente Grasnelken, Kupferblümchen, Schaumkresse und Heidekraut sich den Boden wiedererobert haben.

Bergbau im Mittelalter

In diesen speziellen Biotopen und einzigartigen Landstrichen können Sie sich dem Wachsen, Werden und Geworden Sein hingeben. Entfliehen Sie dem Alltag und sensibilisieren Sie Ihre Sinne für die Geschichten des „Alten Mannes“ (Synonym für einen stillgelegten Schacht bzw. Stollen und/oder den Bergbau im Mittelalter).

Weiterführende Links:
Brockenwanderung auf den Gipfel | VIDEOS Harz | Heinrich Heines Brockenaufstieg | Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn | Hier können Sie den Bergbau im Harz hautnah erleben:
Bergbaumuseum Rammelsberg bei Goslar und das Schaubergwerk Lauthentahl
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