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Burgen und Schlösser im Harz - Schloss Stolberg

Burgen und Schlösser im Harz

Burgen und Schlösser im Harz – Im Harz gibt es eine Vielzahl von Burgen und Schlösser. Tauchen Sie ein in das Mittelalter und erleben Sie die Geschichte von Königen und Fürsten. Die Burgen und Schlösser erheben sich über die Landschaft und sind meistens schon von Weitem sichtbar. Die meisten Burgen und Schlösser im Harz sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Informationen über lohnenswerte Ausflugziele finden Sie auf dieser Seite.

Burgen und Schlösser im Harz

Schloss Stolberg

Erhaben thront Schloss Stolberg über den Fachwerkhäusern der gleichnamigen Stadt. Weiß hebt sich die Fassade von der Kulisse aus bewaldeten Berghängen und Himmel ab. Dort oben auf einem Bergrücken im Südharz stand die Wiege des Grafenhauses Stolberg. Vermutlich in einer mittelalterlichen Burg. Stück für Stück entstand im Laufe der Jahrhunderte die prächtige Schlossanlage von heute. Immer, bis 1945, war das Anwesen Besitz und Residenz der Grafenfamilie. Davon zeugen auch die gräflichen Wappen am Eingangsportal des Fürstenflügels.

Im Jahr 1506 kam hier die Ahnfrau des niederländischen Königshauses zur Welt. Aktueller Eigentümer von Schloss Stolberg ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Unter deren Obhut wurde das Schlossensemble restauriert, saniert und umgebaut und ist nun für Besucher geöffnet. Die Schlossbesichtigung führt durch repräsentative Räume wie den Breiten Gang und den Ortenberger Gang. In dem prächtigen Empiresaal können sich Brautpaare trauen lassen. Nach historischem Vorbild wurden auch die Terrassengärten und der sogenannte Waldpark wieder angelegt. Wenn Sie mögen, können Sie sich auf das rote Sofa setzen und die Geschichte des Schlosses auf sich wirken lassen.

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Schloss Wernigerode

Schon aus der Ferne fasziniert Schloss Wernigerode. Mit Türmen und Türmchen, pittoresken Dächern und altem Gemäuer krönt es einen bewaldeten Hügel am nordöstlichen Rand des Harzes. Zu seinen Füßen erstreckt sich die Altstadt von Wernigerode. Das prächtige Schloss im Harz geht auf eine mittelalterliche Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert zurück, deren Bauherr vermutlich Graf Adalbert war. Diese Burg gelangte im 15. Jahrhundert in den Besitz des Grafenhauses Stolberg und wurde zur Stammburg der gräflichen Linie Stolberg-Wernigerode. Im Laufe der Zeit erfuhr die Ritterburg mehrere Umbauten im Stil der jeweiligen Zeit. Aus der Spätromanik haben sich zwei Vorhangbogenfenster im Innenhof erhalten.

An den Ausbau zur Renaissancefestung erinnert der Renaissance-Treppenturm. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde aus der Burg ein Barockschloss. Seine heutige Gestalt erhielt Schloss Wernigerode in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch den Architekten Carl Frühling. Er schuf ein Schlossensemble, das heute als Leitbild des norddeutschen Historismus gilt. Heute beherbergt Schloss Wernigerode ein Museum und bildet zusammen mit Lustgarten, Tiergarten und Terrassengarten ein nationales Kulturdenkmal. Gärten und der Schlossinnenhof sind frei zugänglich. Das Schlossmuseum kann individuell oder im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Wer sehen möchte, wie der deutsche Hochadel im ausgehenden 19. Jahrhundert lebte, erhält während der Rundgänge einen authentischen Eindruck.

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Kaiserpfalz Goslar

Beinahe 1000 Jahre steht die Kaiserpfalz in Goslar. Zusammen mit weiteren bedeutsamen Stätten der Region gehört das Gebäudeensemble zum UNESCO-Welterbe. Den Grundstein legte der Ottone Heinrich II. um 1050. Seine Nachfolger der Salier Konrad II. und dessen Sohn Heinrich III. bauten den Pfalzbezirk standesgemäß aus. Das Ergebnis bezeichnete der Chronist Lambert von Hersfeld als „bedeutendste Wohnstätte des Reiches“. Noch heute gilt das Kaiserhaus als größter Profanbau jener Zeit. In der Pfalzkapelle wurde das Herz von Heinrich III. bestattet. Bis 1253 machten die umherreisenden salischen und sächsischen Kaiser und Könige samt Gefolge regelmäßig Station in Goslar. Danach verlor die Anlage an Bedeutung, wurde zweckentfremdet und teilweise abgerissen. Was erhalten blieb, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts restauriert. Besucher können die Kaiserpfalz Goslar im Rahmen von Führungen oder individuell erkunden und dabei auch den berühmten Kaiserstuhl bewundern. Ausstellungen und die Wandgemälde des Historienmalers Hermann Wilsicenus geben Einblicke in die Zeit der Wanderkaiser.

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Schloss Quedlinburg

Schloss Quedlinburg geht auf eine Pfalz zurück, die König Heinrich I. um 920 errichtete und seiner Frau Mathilde schenkte. Nach dem Tod des Sachsenkönigs gründete dessen Witwe das berühmt gewordene reichsunmittelbare Damenstift. Fast 900 Jahre lebten und wirkten hochgeborene, starke Frauen in dem Stift auf dem Sandsteinfelsen. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die mittelalterliche Burg zu einem Renaissanceschloss umgebaut.

Heute ist in dem Schloss Quedlinburg ein Museum eingerichtet. Dessen Ausstellungen widmen sich der Siedlungsgeschichte der Region, der Entwicklung des Burgberges von der Königspfalz zum freiweltlichen Damenstift und der Stadtgeschichte Quedlinburgs. Zu den Exponaten gehören auch der sagenhafte hölzerne Raubritterkasten, die Goldscheibenfibel aus Groß Orden und die Stücke des bronzezeitlichen Hortfundes vom Lehof. Prunkgemächer präsentieren die adlige Wohnkultur zur Zeit des Barock und Klassizismus. Der Rundgang führt auch durch die ottonischen Kellergewölbe und zu den ältesten Stuckelementen im deutschsprachigen Raum. Außerdem beherbergt das Schlossmuseum die Sammlungen der Historischen Bibliothek Quedlinburg.

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Schloss Ballenstedt

Schloss Ballenstedt ist ein Wahrzeichen der gleichnamigen Stadt im Harz. Es thront auf einem Ausläufer der Harzberge und beeindruckt als barocke Dreiflügelanlage mit malerischem Schlosspark. Seine Anfänge gehen auf eine mittelalterliche Burg zurück, die als Stammburg der Askanier gilt. Der Burgherr Graf Esico gründete 1034 ein Kollegialstift das später zu einem Benediktinerkloster umgewandelt wurde. Von diesem Kloster sind noch die Krypta sowie Reste des Westwerks und des Refektoriums erhalten. Nach wechselvoller Geschichte mit Plünderung und Zerstörung begann im 18. Jahrhundert dem Umbau zu dem heutigen repräsentativen Schloss. Ab 1765 bis 1945 war es das Residenzschloss der Fürsten von Anhalt-Bernburg aus dem Geschlecht der Askanier. Heute werden Teile des Schlosses gastronomisch und museal genutzt. In der Krypta der ehemaligen Klosterkirche befindet sich die Grablege von Albrecht dem Bären und dessen Gemahlin. Zu den Attraktionen gehören die Ausstellung über die frühen Askanier im Schlossturm, das Römische Zimmer und das Filmmuseum im Nordflügel.

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Burg Falkenstein Harz

Auf einem Berg zwischen Meisdorf und Mägdesprung wacht die Burg Falkenstein im Harz über das Naturschutzgebiet Selketal. Sie wurde im 12. Jahrhundert erbaut und hat sich den Charakter einer mittelalterlichen Höhenburg bewahrt. Dazu trugen auch die steil abfallenden Hänge des Bergsporns bei, die die Burg stets vor Eroberern schützte. In den Chroniken taucht Burchard von der Konradsburg als erster Herr zu Falkenstein auf. Dessen Nachfahre Graf Hoyer von Falkenstein erweiterte die Burg um Befestigungsanlagen, Zwinger und Palas. Er war auch als Förderer des Eike von Repgow bekannt, der vermutlich seinen „Sachsenspiegel“ auf Falkenstein vollendete. Äußerlich verkörpert die Burganlage bis heute das Sinnbild einer Ritterburg, im Inneren wird die gute alte Ritterzeit erlebbar. Denn das Burgmuseum birgt unter anderem einen authentischen Rittersaal mit gedeckter Tafel und die funktionstüchtige Burgküche. Zu den Attraktionen zählen außerdem die Herrenstube mit Pleyel-Hammerflügel und die hochmittelterlichen Glasfenster der Burgkapelle. Burg Falkenstein empfiehlt sich als Ausflugsziel für die ganze Familie.

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Schloss Herzberg

Schloss Herzberg wacht über den Dächern der alten Fachwerkstadt Herzberg am Harz. Es ruht auf einem steil abfallenden Bergrücken aus Zechsteindolomit. Ursprünglich stand dort ein Jagdhaus, später eine mittelalterliche Burg. Im Jahr 1158 erwarb Heinrich der Löwe die Anlage von Kaiser Barbarossa bei einem Tauschhandel. Von da an befand sich das Anwesen rund 700 Jahre im Besitz der Welfen. Bei einem Großbrand wurden 1510 große Teile des Bauwerkes zerstört. Auf den Grundmauern entstand die heutige Vierflügelanlage in Fachwerkbauweise, deren reich verzierte Gebäude einen rechteckigen Innenhof umschließen. An den Fassaden sind zahlreiche Elemente der Spätgotik und Renaissance erkennbar. Besonders eindrucksvoll ist der Schlossturm an der östlichen Ecke, der mit Welfenhaube und Schlossuhr auffällt. Das alte Welfenschloss beherbergt heute ein kulturelles Zentrum, den für Veranstaltungen genutzten Rittersaal und ein Museum. Mitmachstationen gestalten den Museumsbesuch nicht nur für Kinder kurzweilig. Die Ausstellungen widmen sich unter anderem der Forstwirtschaft im Harz und der Geschichte des Schlosses.

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Schloss Harzgerode

Schloss Harzgerode befindet sich in der Nähe des Marktplatzes der gleichnamigen Stadt. Heute präsentiert es sich im Stil der Renaissance. Ursprünglich war es eine mittelalterliche Zwingburg der Fürsten von Anhalt, die vermutlich im 13. Jahrhundert errichtet wurde. In den Chroniken taucht das Anwesen 1326 zum ersten Mal auf. Durch Verpfändungen gehörte die Burganlage einige Zeit den Wettinern, wurde jedoch 1536 zurückgekauft.

Einige Jahre später gab Fürst Georg III. von Anhalt den Umbau der Anlage und den Neubau des baufälligen Schlosses in Auftrag. Dabei entstand auch das dreigeschossige Wohngebäude mit Krüppelwalmdach an der Ostseite. Schloss Harzgerode war Teil der Stadtbefestigung und diente 1635 – 1709 dem Adelsgeschlecht Anhalt-Bernburg-Harzgerode als Residenz. Inzwischen gehört Schloss Harzgerode der Stadt und ist für Besucher zugänglich. Es beherbergt unter anderem die Stadtbibliothek, die Stadtinformation, Veranstaltungsräume und ein Museum. Eine Dauerausstellung des Schlossmuseums widmet sich der Eisenhütte Mägdesprung. Außerdem gibt es eine Ausstellung mit Werken des Bildhauers Wilhelm Otto.

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Burgen im Harz  – Spuren einer vergangenen Zeit

Burgruine Hohnstein

Die Burgruine Hohnstein ist ein abenteuerliches Ausflugsziel im Südharz. Sie steht auf einer Porphyrkuppe nördlich des Städtchens Neustadt/Harz und gilt als Stammburg der Grafen von Hohnstein. Über die Bauzeit und den Erbauer existieren widersprüchliche Theorien, vermutlich entstand die Burg im 12. Jahrhundert. Das meiste Baumaterial fand sich direkt vor Ort. Denn die Steine wurden aus dem Porphyrhügel gebrochen und der Gips stammt aus der umliegenden Gipskarstlandschaft.

Die Burgherren fochten einige Fehden aus, unter denen auch die Burg gelitten hat. Sie wurde belagert, erobert, zerstört, wieder aufgebaut und brannte im Dreißigjährigen Krieg völlig aus. Seitdem stehen nur noch Ruinen auf dem Berg. Diese sind mittlerweile gesichert und lassen sich gut erkunden. Bei Streifzügen über das weitläufige Areal und durch die alten Gemäuer gibt es viele Spuren der wechselhaften Burggeschichte zu entdecken. Zum Beispiel den 80 Meter tiefen Brunnen und halb zerfallene Wohn- und Wirtschaftsräume. Eine neuzeitliche Stahltreppe führt auf die zugige Aussichtsplattform im ehemaligen Bergfried.

Burgen im Harz – Burgruine Hohnstein – Infos zur Burgruine & Anfahrt auf Google Maps

Burg und Festung Regenstein

Burg und Festung Regenstein bilden eine Landmarke im nördlichen Harzvorland. Aus der Ferne fallen besonders die Ruinen der mittelalterlichen Felsenburg auf. Die Reste der später erbauten Festung zeigen sich erst vor Ort und sind teilweise nur schwer zu entdecken. Nachdem die Burg längst aufgegeben und ruiniert war, erkannte der Kurfürst Friedrich Wilhelm die strategisch wichtige Lage des Bergsporns. Er veranlasste ab 1670 den Festungsbau, der mit feldmäßiger Verschanzung einherging und auch die Felsenburg einbezog. Von den Bastionen der Festung Regenstein sind ebenfalls nur noch Reste erhalten. Rund um den Berg, oft unter der Vegetation verborgen, können Interessierte noch Überbleibsel der von Erdwällen und Schanzen der Festungsanlage erkennen.

Burgen im Harz – Weitere Infos Festung Regenstein

Burgruine Scharzfels

Die Burgruine Scharzfels ist ein beliebtes Wanderziel im Südharz. Sie steht auf einem steil abfallenden Dolomitfelsen nahe der Ortschaften Scharzfeld und Barbis. Wer, wann die Burg errichtete, ist unbekannt, 1131 existierte sie bereits. In dieser Zeit erwarb König Lothar die Anlage und baute sie zur Reichsburg aus. Jahrhunderte lang bot die Burg ihren Bewohnern einen sicheren, uneinnehmbaren Unterschlupf. Im 17. Jahrhundert wurde die Anlage zur Festung mit Staatsgefängnis ausgebaut. Erst im Siebenjährigen Krieg bezwangen die Franzosen das Bollwerk und sprengten die Burg. Laut Überlieferung waren dafür eine 6000 Mann starke Truppe und ein Verräter nötig. Schautafeln auf einem Rundweg um die Anlage liefern viele Informationen, die Burgruine selbst kann auf eigene Faust und auf eigene Gefahr erkundet werden. Eine neuere Treppe führt hinauf zu den Ruinen der Oberburg Scharzfels. Von den Aufbauten sind nur noch Reste übrig. Die, direkt aus dem Fels gehauenen Räume und Gänge sind nahezu vollständig erhalten.

Burgen im Harz – Burgruine Scharzfels – Infos zur Burgruine & Anfahrt auf Google Maps

Sehenswerte Klöster und Kirchen im Harz

Es gibt nicht nur Burgen und Schlösser im Harz. Zahlreiche Klöster und Kirche zeugen von der reichen Vergangenheit des Harzes. Erleben Sie die wechselhafte Geschichte der Kirchenfürsten.

Kloster Walkenried

Kloster Walkenried gehört zusammen mit weiteren bedeutsamen Stätten des Harzes zum UNESCO-Welteberbe. Zu den Gründen für die Aufnahme in die Welterbeliste zählte die überragende bauliche Sonderform des nördlichen Kreuzgangflügels. Dieser doppelschiffige Flügel des sechs Meter hohen Kreuzganges ist zu einem Wahrzeichen des ehemaligen Klosters geworden. In der Mitte tragen Säulen das Kreuzrippengewölbe, deren Kapitel mit Blattwerk verziert sind. Stifterin Adelheid von Walkenried gründete das Kloster im Jahr 1127 als drittes Zisterzienserkloster im deutschsprachigen Raum.

Heute ist die Klosteranlage im Südharz ein Museum. Mit seinem ursprünglich erhaltenen Klausurgebäude lädt es die Besucher auf eine Zeitreise ins Mittelalter ein. Visuelle und akustische Inszenierungen machen das Leben und Wirken der Zisterziensermönche nachvollziehbar. Die Kinderklappe und der Kinder-Audio-Guide machen das Zisterzienser-Kloster-Museum zu einem Erlebnisort für jüngere Besucher. Von der gotischen Klosterkirche ist nur noch eine Ruine übrig. Architektonisch ist außer dem Klausurgebäude und dem Kreuzgang auch der Kapitelsaal mit der spätromanischen Standpiszine bemerkenswert.

Klöster und Kirchen im Harz – Kloster Walkenried  – Infos zum Kloster & Anfahrt auf Google Maps

Kloster Drübeck

Kloster Drübeck befindet sich zwischen Ilsenburg und Wernigerode im gleichnamigen Ort. Über das Gründungsdatum ist nichts bekannt. Drübeck gilt als Tochtergründung des Klosters Corvay, die Nonnen lebten nach den strengen Regeln des heiligen Benedikt von Nursia. Der erste schriftliche Nachweis findet sich auf einer Urkunde von 960, als Kaiser Otto I. dem Kloster Land schenkte. Später stellte er das Nonnenkloster unter seinen Schutz und verschaffte ihm und der Äbtissin damit eine privilegierte Stellung. Heute bildet das ehemalige Benediktinerinnenkloster eine Station der touristischen Straße der Romanik. Die Klostergärten gehören zu dem Projekt Gartenräume Sachsen-Anhalt. Kernstück der Anlage ist die Klosterkirche St. Vitus, deren monumentaler Westbau weit über die Dächer des Dorfes Drübeck ragt. Die Basilika zählt zu den bedeutendsten erhaltenen Sakralbauten der Ottonischen Zeit. In der Krypta befindet sich das Grab der Klostergründerin und ersten Äbtissin Adelbrin. Kloster Drübeck beherbergt außerdem eine Begegnungs- und Bildungsstätte der evangelischen Kirche und einen Klosterladen.

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Kloster Ilsenburg

Kloster Ilsenburg blickt auf eine lange Geschichte zurück, die eng mit dem Bistum Halberstadt verbunden ist. Ursprünglich war es eine Jagdpfalz, die Heinrich I. im Jahr 1003 der Halberstädter Kirche schenkte. Daraus gründete der damalige Bischof Arnulf ein Benediktinerkloster und stattete es großzügig mit Ländereien und Zehnten aus. So gewann das reiche Eigenkloster schnell an Bedeutung und Einfluss in der Harzgegion. Dies ändert sich im Zuge der Reformation.

Das ehemalige Kloster geht in das Eigentum der Grafen von Stolberg über. Die Grafen errichten an der Südwestseite einen herrschaftlichen Wohnsitz. Später wird der Innenraum der ehemaligen Klosterkirche im Barockstil umgestaltet, die Klausurgebäude werden wirtschaftlich genutzt. Heute gehört die Klosterkirche der Stadt Ilsenburg. Der verbleibende Teil der Klosteranlage wird durch die Stiftung Kloster Ilsenburg betrieben, die Maria Fürstin zu Stolberg-Wernigerode gründete. Die restaurierten Räumlichkeiten werden als Veranstaltungsräume und für Ausstellungen genutzt. In dem besonders stimmungsvollen Refektorium und im Kapitelsaal sind auch standesamtliche Trauungen möglich.

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Gustav-Adolf-Stabkirche

Die hölzerne Gustav-Adolf-Stabkirche passt hervorragend in die Harzlandschaft und wirkt dennoch fremdartig. Sie steht auf einem Berghang zwischen den Ortschaften Hahnenklee und Bockswiese. Ihre baulichen Vorbilder sind norwegische Stabkirchen. Schon von Außen fesseln viele Details wie die gestaffelte, terrassenartige Dachlandschaft und die Bullaugen-Fenster den Blick. Oben ragt der Dachreiter weit hinaus, der eine Bet- und Stundenglocke trägt. Der eigentliche Glockenturm steht frei. Er ist nur durch eine Brücke mit der Kirche verbunden, die gleichzeitig den Zugang zur Empore bildet. Der Innenraum erinnert stark an ein Wikingerschiff. Dazu trägt die Gestaltung als Schiffskorpus genauso bei wie die Symbolik und der Radleuchter in der Deckenmitte. Der Name Stabkirche rührt von den senkrecht stehenden Stäben her, die im Schiffsbau auch Stiele genannt werden. Von den 14 Stäben der Gustav-Adolf-Stabkirche tragen 12 die Konstruktion des Kirchenschiffes. Der gesamte hölzerne Kirchenbau ruht auf einem Sockel aus Sandstein. Zu den Besonderheiten Kirche gehört ein Carillon aus 49 Bronzeglocken.

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Marktkirche zum Heiligen Geist

Groß und Blau zieht die hölzerne Marktkirche zum Heiligen Geist in Clausthal-Zellerfeld die Blicke auf sich. Die Hallenkirche ist ganz aus Eichen- und Fichtenholz gebaut und misst 57 Meter in der Länge und 26 Meter in der Breite. Damit verdient sie sich das Prädikat größte Holzkirche Deutschlands. Architektur und Ausstattung machen die Kirche zu einem bedeutenden Bauwerk des norddeutschen Barocks. Nachdem die Vorgängerkirche bei einer Feuersbrunst abbrannte, errichteten die Clausthaler ein neues, größeres Gotteshaus. Diese wurde im Jahr 1642 geweiht und bot damals mehr als 2000 Menschen Platz. Heute verfügt die Kirche noch über 1200 Plätze. Viele Bäume mussten für den Kirchenbau gefällt werden, allein für den Turm wurden 56 Tonnen Holz verbaut. Aus bautechnischen Gründen erhielt die Marktkirche erst 1655 ihren markanten blauen Anstrich. Sparsame Modernisierer strichen das Gebäude später grün und grau. Im Zuge der Außensanierung von 2012 erhielt die Marktkirche zum Heiligen Geist wieder eine blaue Farbe, die dem historischen Vorbild nahe kommt.

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Karte der schönsten Burgen und Schlösser im Harz

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