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Höhlen im Harz

Höhlen im Harz – tauchen Sie ein in mystische Welten

Tief im Berg bilden die Höhlen im Harz mystische Welten. Besonders die Iberger und Rübeländer Tropfsteinhöhlen ziehen Besucher aus aller Welt an. Dazu tragen schildernde Formationen aus Tropfsteinen und geheimnisvolle Knochenfunde bei.

Höhlen im Harz – unterirdische Naturphänomene

Unterirdisch, in seinen Höhlen, verbirgt der Harz eine wundersame Welt. Einige dieser Hohlräume sind für Besucher zugänglich, vor allem die Tropfsteinhöhlen bilden spannende Ausflugsziele für den Urlaub mit Kindern. Denn Stalagmite, Stalaktite und Sinter sind darin zu mystischen Gebilden gewachsen und regen nicht nur die kindliche Fantasie an. Knochenfunde geben Anlass zu Spekulationen über den Höhlenbären und andere mögliche Höhlenbewohner. Sogar eine untertägige Naturbühne lädt tief im Berg zu Höhlentheater und Konzerten ein. Zu den bekanntesten Harzer Höhlen zählen die Baumannshöhle und die Hermannshöhle in Rübeland sowie die Iberger Tropfsteinhöhle in Bad Grund. Alle Höhlen sind von den Ferienorten Wernigerode, Schierke und Braunlage aus gut erreichbar.

Höhlen im Harz – Tropfsteinhöhlen und ein blauer See

Seit Jahrhunderten lockt die Rübeländer Höhlenwelt Besucher an. Inzwischen gehören die Baumanns- und Hermannshöhle zu den Hauptattraktionen im Harz. Der Rundgang durch die Rübeländer Tropfsteinhöhlen ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Je nach Andrang finden die geführten Rundgänge alle 30 Minuten statt. Rutschfeste Schuhe und wärmende Kleidung sind empfehlenswert, denn die Temperatur in den Höhlen beträgt konstant 8 – 9 °Celsius bei hoher Luftfeuchtigkeit.
Jahrtausende lang tropfte Regenwasser durch das kalkhaltige Gestein in unterirdische Hohlräume und hinterließ Tropfsteine. In einem stillgelegten Kalksteinbruch zwischen Hüttenrode und Rübeland lässt sich ein anderes Phänomen beobachten. Dort bildete sich ein See der besonders im Frühjahr türkisblau schimmert. Ursache ist der hohe Kalkgehalt des Wassers beziehungsweise Kalkschlamm am Seegrund. Ein abenteuerlicher Rundweg macht den Steinbruchsee zum Wandern mit Kindern interessant.

Baumannshöhle mit der Naturbühne im Goethesaal

Mit der Baumannshöhle präsentiert der Harz die vielleicht älteste Schauhöhle Deutschlands. Denn schon 1649 erlaubte die Obrigkeit einer Rübeländer Familie offizielle Führungen durch die Gänge und in die Abgründe der „Bumannsholl“. Weil Vandalen und Tropfsteinräuber das Naturwunder bedrohten, stellte ein Braunschweiger Herzog die Tropfsteinhöhle 1688 unter besonderen Schutz.
Goethe hat die Höhle nach eigener Aussage „durchkrochen“. Besucher heute haben es leichter, gehen aufrecht durch die Gänge und überwinden Höhenunterschiede über circa 300 Treppenstufen. Dabei kommen sie auch an dem Skelett eines Höhlenbären vorbei, das Wissenschaftler aus zahlreichen Knochenfunden zusammensetzen. Diese Hohlräume tragen vielversprechende, poetische Namen wie Schildkrötenschlucht, Leuterschlucht, hängendes Gebirge und Palmengrotte. Der größte Hohlraum ist der Goethesaal mit dem künstlich angelegten Wolfgangsee. Er gilt als einzige unterirdische Naturbühne Deutschlands und bildet die Kulisse für kulturelle Veranstaltungen.

Hermannshöhle mit Olmensee und Kristallkammer

Die Bode schuf die Hermannshöhle, der Wegeaufseher Wilhelm Angerstein entdeckte 1866 den Eingang der Flusshöhle. Dessen Oberinspektor berichtete von „rein weißen, noch unberührten Stalaktiten in ausgezeichneter Schönheit“. Benannt wurde die Tropfsteinhöhle nach dem Geheimen Kammerrat Hermann Grotian, der sich für ihre wissenschaftliche Erforschung einsetzte. Seit 1890 ist die faszinierende Höhlenwelt für die Öffentlichkeit zugänglich. Der circa 800 Meter lange Führungsweg folgt dem Verlauf des ehemaligen Höhlenflusses auch durch die Kristallkammer. In dieser Schatzkammer funkeln unzählige Calzitkristalle hinter einem schützenden Edelstahlnetz im LED-Licht. Als einzige deutsche Höhle wird die Hermannshöhle von Grottenolmen bewohnt. Ursprünglich stammen die lichtscheuen, seltenen Olme Istrien, heute leben sie in dem künstlichen Olmensee.

Iberger Tropfsteinhöhle

Die Iberger Tropfsteinhöhle ist Teil der IbergerHöhlenErlebniswelt. Sie ist ein Exot im Harz, denn der Iberg war einst ein Korallenriff in der Südsee. Im Kalk des Riffs sind versteinerte Meeresbewohner eingeschlossen. Sinterkaskaden, Stalaktiten und mächtige Boden-Tropfsteine mit verschiedenen Farbtönen bilden eine geheimnisvolle Unterwelt. Der Führungsweg geht bis zu 85 Meter tief unter die Erde. Unterwegs sehen die Besucher unter anderem den Zwergenkönig Hübich, den Backofen der Zwerge, einen versteinerten Wasserfall und die Orgelpfeifen. Das überirdische Museum der Höhlenerlebniswelt widmet sich dem bronzezeitlichen Familienclan, dessen Skelette in der Lichtensteinhöhle gefunden wurden.
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