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Harz Abenteuer Wandern Rappbodetalsperre

Rappbodetalsperre – unterwegs rund um die größte Wasserfläche des Harzes

Technisches Meisterwerk: Die höchste Staumauer Deutschlands befindet sich im Harz

In den 1950er-Jahren erbaut, verfügt die Rappbodetalsperre bei der Stadt Oberharz am Brocken über die größte Staumauer in Deutschland – beeindruckende 106 Meter ist sie hoch. Gestaut werden hier die aus dem Dreiländereck von Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen entspringende Rappbode, die Hassel und weitere Gebirgsflüsse. Nachgeschaltet an den Stausee ist die kleinere, von Wäldern gesäumte und dem Bodetal am nächsten gelegene Talsperre Wendefurt. Auch sie wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts angelegt. Gemeinsam schützen sie den Ostharz und die Ortschaften an der Bode vor Hochwasser. Ihr nordöstliches Ufer ist ein Teil des mythenreichen Harzer-Hexen-Stiegs und besticht auf einem angenehmen Weg mit zahlreichen Aussichtsplätzen.

Harz Abenteuer Wandern Rappbodetalsperre
Stausee Rappbodetalsperre

Natur und Abenteuer

Von grün bewaldeten Hügeln und ruhigen Buchten eingefasst liegt er da, der fast vier Quadratkilometer große Stausee der Rappbode. Am besten verschafft man sich vor der Wanderung erst einmal einen Überblick über die ausgedehnten Wasserflächen des Rappbode- und Wendefurth-Stausees und besteigt dazu die Mauerkrone der Staumauer. Wer danach etwas Nervenkitzel sucht, sollte Harzdrenalin, der längsten Doppelseilrutsche Europas, einen Besuch abstatten. Die Zipline führt unweit der Staumauer über den See und bietet ein Natur- und Abenteuererlebnis zugleich. Weniger actionreich kann man auf der Hängebrücke parallel zur Seilrutsche zu Fuß die oft nebelverhangene Landschaft des Rappbodetals genießen und über den See und die Baumwipfel schauen.

Das Landschaftsschutzgebiet Harz und Vorländer erleben

Rund um die von Wald gesäumte Talsperre, die ein geschütztes Flora- und Fauna-Habitat und bekannt für ihren Fischreichtum ist – kapitale Hechte und Karpfen durchstreifen das Gewässer –, lassen sich auf mehreren Wanderwegen Vegetation und Landschaft erkunden. Kleinere Anhöhen und imposante Felsklippen stellen immer wieder schöne Aussichtspunkte über die erholsam-ruhige Natur dar und laden zu Picknickpausen während der Tour ein.

Ein Wegenetz für jedes Wanderinteresse

Möchte man nur einige Stunden unterwegs sein, bietet sich die etwa sieben Kilometer lange Rundwanderung um den Stausee und über die Seilhängebrücke an, auf dem man an nebeligen Tagen fast wie durch die Wolken spaziert. Dabei führt der Weg immer in Sichtweite zum Wasser entlang und kann beliebig variiert oder erweitert werden.

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Talsperre Wendefurth

Ist ein ganzer Outdoortag geplant, empfiehlt es sich, beginnend in Rübeland im Nordwesten, über aussichtsreiche Höhenzüge zur Talsperre zu wandern. Nach dem Passieren der Brücke oder, wenn man es weniger schwindelerregend bevorzugt, der Staumauer, geht es weiter zum südöstlich angeschlossenen Stausee Wendefurt. Auch von seiner Staumauer gibt es einen Panoramablick auf die still daliegende Seen- und Waldlandschaft. Das rauschende Bodetal durchquerend und Neuwerk passierend kommt man schließlich mit unvergesslichen Eindrücken im Gepäck zurück zum Ausgangspunkt.

Unberührte Seenlandschaft

Klare, glatte Wasserflächen, in denen sich an sonnigen Tagen die dichten, umliegenden Wälder spiegeln – die Rappbodetalsperre ist ein ruhiges Eldorado für erholungsuchende Outdoorfans und ein malerisches Fleckchen Abgeschiedenheit, das sich auf ausgedehnten Wandertouren ideal erfahren lässt.

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