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Wanderschuhe

Gute Wanderschuhe sind unerlässlich für das Wandern

Richtig sitzende Wanderschuhe sind das A und O für jeden Wanderer – egal ob es sich nur um eine kurze Tour von wenigen Kilometern handelt oder aber eine größere Wanderung mit mitunter schwierigen Wanderwegen. Die optimalen Wanderschuhe schützen dabei nicht nur vor eventueller Blasenbildung an den Füßen, sondern sorgen auch für die notwendige Unterstützung für Füße, Knie und die gesamte Haltung beim Gehen. Darüber hinaus schützen gute Wanderschuhe vor Kälte, Nässe und unwegsamen Geländeabschnitten.

Wanderschuhe – Welches Modell?

Gerade bei Wanderschuhen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle: Vom leichten Modell für die kurze Wandertour mit dem Hund bis hin zu den robustesten Hochgebirgsschuhen, von Damen- bis Herren- und Unisex-Modellen sowie vom Textilschuh bis zu Wanderschuhe aus Leder. Selbst erfahrene Wanderer stehen vor einer riesigen Auswahl und entscheiden nicht leichtfertig über ihren nächsten Wanderschuh, der sie unter Umständen über mehrere Hunderte von Kilometer treu begleiten soll.

Die optimale Vorbereitung für die Anprobe seiner Wanderschuhe

Für die Anprobe vor dem Kauf selbst sollte ein geeigneter Zeitpunkt gewählt werden. Dieser ist meist am späten Nachmittag, wenn man unter Umständen schon einige Zeit auf den Beinen war. Zu dieser Zeit sind die Beine und Füße etwas dicker als am Morgen – ein Zustand der für den Kauf von Wanderschuhen optimal ist, denn er spiegelt den Zustand der Füße während der tatsächlichen Wanderung wieder. Zudem sollten auch die eigenen Wandersocken angezogen werden, damit auch die richtige Größe der Schuhe angepasst werden kann.

In den idealen Wanderschuhen werden die Füße nicht eingequetscht, die Füße rutschen aber auch nicht im Fußbett, denn das führt auf dem schnellsten Weg zur Blasenbildung. Meist empfiehlt es sich, seine Wanderschuhe eine Nummer größer zu kaufen, denn die Zehen brauchen besonders im vorderen Bereich genügend Platz. Als Faustregel gilt hier eine Daumenbreite. Dieser Puffer ist besonders beim Bergablaufen wichtig, da man dort unweigerlich im Schuh etwas nach vorne rutschen wird. Am besten wird beim Wanderschuh-Kauf eine Vielzahl an Schuhen anprobiert, um genug Vergleichsmaterial zu haben.

Welche Art von Wanderstiefeln bevorzugen Sie?

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Bei Wandersocken werden bevorzugt Merinowolle und Kunstfasern eingesetzt, das mindert die Geruchsentwicklung und fördert die Formstabilität der Socken. Der Verzicht auf Baumwolle verbessert den Feuchtigkeitstransport, was gegenüber Alltagssocken den Gehkomfort erhöht und die Blasenbildung vermindert. Denkbar ungeeignet sind selbstgestrickte Socken. Sie sind weder formstabil noch verfügen sie über einen guten Feuchtigkeitshaushalt.

Der Einsatzzweck der Wanderschuhe ist entscheidend

Wanderschuhe mit einem hohen Schaft und einer dementsprechenden hohen Schnürung eignen sich optimal für Wandertouren im Mittelgebirge und höheren Gebirgslagen wie den Alpen mit unbefestigten und unebenen Wegen. Der hohe Schaft soll das Umknicken verhindern und schützt den Knöchel vor herumliegendem Geröll. Dies ist besonders für Klettersteige sinnvoll, die mit einem hohen Schwierigkeitsgrad gekennzeichnet sind. Wer schweres Gepäck mitführt, wird durch den hohen Schaft optimal gestützt.

Auch beim Schneewandern empfiehlt es sich auf feste und knöchelhohe Wanderschuhe zu achten, da die Schneeschuhe an den Wanderschuhen mittels einer speziellen Schnürung befestigt werden und der Schnee nicht so schnell in den Schuh rutscht. Zum Schneeschuhwandern empfehlen sich Wanderschuhe aus den robustesten Materialien, da hier neben Kälte, Wasser und Schnee auch noch Streusalz das Material angreifen kann. Wanderschuhe mit einem niedrigen Schaft sind hingegen oft leichter und eignen sich optimal für das Wandern auf flachen und befestigten Wegen.

Weitere Aspekte vor dem Kauf von neuen Wanderschuhen

Der Einsatzzweck der Wanderschuhe entscheidet auch über die Wahl der Sohle. Eine feste, härtere Sohle eignet sich eher für unebene Wege, eine weiche und flexible Sohle eignet sich hingegen eher für ebene Wege. Der Einsatzzweck sollte vor dem Schuhkauf geklärt werden und ist entscheidend für die Art des Wanderschuhs. Bei nahezu allen Wanderschuhen egal ob mit hohem oder niedrigen Schaft gibt es Befestigungen für Gamaschen, so dass man den zusätzlichen Schutz anlegen kann, um sich vor den Elementen oder Gestrüpp zu schützen.

Bergstiefel zeichnen sich durch eine sehr feste Sohle aus. An Bergstiefeln können Steigeisen befestigt werden. Ein Steigeisen benötigen Sie zum Überqueren eines Gletschers. Allerdings bieten sie beim Abrollverhalten den geringsten Komfort. Sie sind für den hochalpinen Bereich entwickelt worden und eignen sich weniger für eine Wanderung im Mittelgebirge.

Steigeisen darf man nicht mit Grödel verwechseln. Grödel sind kleine Metallkrallen bzw. Spikes, die mit einem elastischen Band am Schuh befestigt werden. Sie dienen zur Reduzierung der Rutschgefahr auf eisigen Flächen. Im Winter beim Wandern im Mittelgebirge ist das sehr empfehlenswert!

Heutzutage sind die meisten Sohlen geklebt. Anders als bei geklebten Sohlen wird bei zwiegenähten Wanderschuhen die Brandsohle mit zwei parallel verlaufenden Nähten an den Schuh genäht. Diese Form der Machart ist äußerst robust. Sie wird heute noch bei schweren Wanderstiefeln und Bergstiefeln angewendet.

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Mit guten Wanderschuhen können Sie Bäche durchqueren

Die Materialwahl – Wanderschuhe aus Gore-Tex oder Leder?

Wanderschuhe gibt es darüber hinaus aus vielen unterschiedlichen Materialien. Von verschiedenen Lederarten über Gore-Tex: Auch hier entscheidet der Einsatzzweck über die beste Wahl der Wanderschuhe. Leder ist sehr robust, sollte aber eher in Gegenden zum Einsatz kommen, die warm und trocken sind. Jedoch hat das robuste Leder auch im Winter seine Vorteile und hält die Füße optimal warm. Gore-Tex hat den Vorteil, dass die Schuhe durch das Material winddicht und wasserdicht werden. Dabei leitet eine spezielle Membran jedoch Schweiß von innen nach außen ab – der Schuh ist atmungsaktiv und deshalb sehr angenehm zu tragen, besonders im Sommer. Mit solchen Schuhen fühlt man sich aber auch in nassen und kalten Wandergebieten und bei Regen sehr wohl, da diese Schuhe sehr schnell wieder trocknen. Auch wenn man bei seiner Wandertour einen Bach durchqueren möchte, sind diese Schuhe bestens geeignet.

Die Funktionsfähigkeit der Membran hängt stark von der Einsatzhäufigkeit der Schuhe ab. Auch die Art des Schuhs spielt eine Rolle. Bei Wanderschuhen mit einer weichen Sohle führt das Abrollverhalten des Schuhs zu einer häufigeren und stärkeren Knickbewegung des Schuhobermaterials. Dadurch wird die Gore-Tex-Membran stärker belastet. Sie ist einem höheren Verschleiß unterzogen. Bei einem Schuh mit einer weicheren Sohle bricht die Membran tendenziell früher.

Markenhersteller oder No-Name Wanderschuhe?

Wanderschuhe bekommen Sie heute auch im Internet zu erschwinglichen Preisen. Der Vorteil von Markenschuhen wie beispielsweise Hanwag oder Meindl besteht darin, dass im Falle eines Defekts, eine fachgerechte Reparatur der Schuhe vorgenommen werden kann. Der Hersteller verfügt in der Regel über das entsprechende Fachwissen. Ersatzteile müssen nicht aufwendig beschafft werden. Eine Reparatur ist auch noch nach Jahren des Kaufs möglich. Anders als vielleicht zu erwarten, möchte man die mühsam eingelaufenen Wanderschuhe nicht durch neue Schuhe ersetzen – außer es ist unumgänglich!

Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Ihre Schuhe im stationären Handel oder im Internet erworben haben. Die Schuhe werden im Zweifel von beiden zum Hersteller zur Reparatur eingeschickt. Das Anprobieren der Schuhe im Laden bietet nur auf den ersten Blick einen Vorteil. Sie können feststellen, ob Ihnen die Wanderschuhe grundsätzlich passen. Vielleicht drehen Sie noch ein paar Runden um die Regale. Aber sobald Sie den Laden verlassen haben, ist eine Rückgabe der Schuhe nicht mehr so einfach möglich. Spätestens dann sind Sie auf die Kulanz des Händlers angewiesen. Beim Online-Kauf haben Sie ein erweitertes Rückgaberecht. In dieser Zeit können Sie die Schuhe in der Wohnung über einen längeren Zeitraum ausprobieren. Im Zweifel ist eine Rücksendung der Schuhe ohne größere Probleme möglich.

Richtiges Einlaufen der Wanderschuhe vor Wandertouren

Wanderschuhe sollten vor längeren Wandertouren immer eingelaufen werden, denn die Passform wird sich im Laufe der Tour ändern. Gerade bei recht steifen Modellen empfiehlt es sich, das Einlaufen der Schuhe in Etappen einzuteilen. Dennoch sollte man sich bereits beim ersten Probetragen in den neuen Wanderschuhen wohlfühlen und nicht darauf vertrauen, dass sich diese im Laufe der Zeit gänzlich an den Fuß anpassen.

Mit Blasen an den Füßen macht das Wandern keinen Spaß. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verwendet Hirschtalgcreme. Reiben Sie Ihre Füße vor dem Beginn der Wanderung mit der Creme ein, dann kommen Sie blasenfrei durch den Tag.

Die optimale Schnürung der Wanderschuhe

Auch die richtige Schnürung der Wanderschuhe trägt zum Komfort der Wanderschuhe bei, jedoch gibt es hier keine allgemeine Anleitung, die für jeden Wanderer gleichermaßen gilt. Jeder Fuß ist anders und deshalb sollte man sich „durchprobieren“. Dabei muss beispielsweise nicht jede Öse oder jeder Haken am Wanderschuh genutzt werden.

Richtige Reinigung und Pflege der Wanderschuhe

Die richtige Reinigung und konsequente Pflege ist für jeden Wanderschuh unerlässlich und sorgt dafür, dass man lange Freude an seinen Schuhen hat. Dabei ist nicht jedes Pflegemittel für jedes Material geeignet und man darf nicht alle Wanderschuhe wachsen. Lederschuhe brauchen andere Pflege als zum Beispiel Wanderschuhe mit einer Gore-Tex-Membran. Dabei sollte man je nach Häufigkeit der Nutzung seine Wanderschuhe wachsen – etwa sechs- bis achtmal im Jahr. Wanderschuhe aus Gore-Tex sind zwar äußerst pflegeleicht, jedoch kann sich die Membran des Gore-Tex durch Schweiß langsam zusetzen, weshalb es sich empfiehlt die Schuhe ab und an in lauwarmen Wasser einzuweichen. Im Anschluss sollten die Wanderschuhe langsam an der Luft getrocknet werden.

Lederschuhe erfordern viel Pflege. Mit Schuhwachs wird das Leder geschmeidig gehalten und der Schuh wasserdicht gemacht. Nach dem Kauf entfernen Sie die Schuhbänder und reiben den Schuh ordentlich mit Wachs ein. Anschließend wird das Wachs mit einem Föhn erhitzt. Dabei dringt das Wachs in das Leder ein. Die Schuhe werden wasserdicht und bekommen dieses typisch speckige Aussehen. Ab jetzt stehen Sie bei einem Rückgabewunsch an den Händler wegen Nichtgefallen auf verlorenem Posten…

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich in Wanderschuhen mit Gore-Tex-Membran schwitze. Seit mehreren Jahren trage ich Wanderschuhe aus reinem Leder. Im Winter bei -5 Grad und im Sommer bei +30 Grad, waren die Schuhe immer angenehm zu tragen. Lederschuhe erzeugen bei warmen Temperaturen einen Kühleffekt.

Egal für welchen Typ Schuh Sie sich entscheiden, die Wanderschuhe müssen zu Ihnen passen!

Weiterführende Links:
| Wissenswertes zum Zwiebelprinzip für Outdoorkleidung finden Sie auf  www.aufundab.eu

Aktuelle Umfrage Wanderstiefel 2018

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Umfrage unter Nutzern auf www.harz-abenteuer-wandern.de.

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