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Harz Schierke

Schierke und Elend – zwischen Berggipfeln und Flusstälern

Erholungsorte und Anziehungspunkte für Brocken- und Bodetalwanderungen sind sie: die beiden Nachbarstädte Schierke und Elend.

Schierke: Luftkurort unmittelbar vor dem Gipfel

Gelegen im von Granitblöcken gesäumten Tal des Oberlaufs des Flusses Kalte Bode und zwischen den Bergen des Hochharzes hat sich Schierke zu einem Zentrum des Wandertourismus im Naturpark Harz entwickelt. Seine Ursprünge reichen zurück in das frühe 16. Jahrhundert, als um eine Sägemühle herum eine Siedlung entstand. Bestimmt wird das Ortsbild von herrschaftlichen Häusern an der Hauptstraße, der neogotischen Bergkirche aus dem späten 17. Jahrhundert und dem mit Wasserspielen naturnah gestalteten Kurpark. Besonders sehenswert ist das historische und denkmalgeschützte Rathaus von 1928, dessen Schnitzereien im Fachwerk Berufe aus der Region darstellen.

In wenigen Kilometern bis zum höchsten Berg des Nordens

Schierke kommt dem Brocken von allen Harzstädten am nächsten, circa acht Kilometer und zwei Stunden Wandern sind es bis zum höchsten Gipfel des Harzes. Wer über eine gute Kondition verfügt, nimmt hinauf zum Berg am besten den steilen und steinigen Weg Alte Bobbahn und durch das Eckerloch. Dabei geht es im Nationalpark durch dunkle Fichtenwälder und entlang des wasserreichen Südhangs des Brockens. Mehrere Wasseradern vereinigen sich hier zur Kalten Bode.

Oberhalb des Bahnhofs der Brockenbahn gelangt man durch den Wald auf einem kurzen Wanderweg zu einem Wahrzeichen von Schierke, den Feuersteinklippen. Bereits Johann Wolfgang von Goethe war fasziniert von der imposanten Gesteinsformation. Und viele weitere Routen rund um den Ort hält Schierke natürlich bereit, darunter Naturlehrpfade und unterschiedlich herausfordernde Kurwege.

Vom Berg ins Tal wandern: Elend

Wenige Kilometer von Schierke entfernt liegt südöstlich der Erholungsort Elend. Sein Name stammt von einer alten Flurbezeichnung und meint wahrscheinlich „fremdes Land“. Auch Elend ist spätestens im 15. Jahrhundert um eine Sägemühle sowie ein Forsthaus entstanden. Rühmen kann sich der Ort für ein echtes Kleinod, die kleinste Holzkirche Deutschlands aus dem 19. Jahrhundert. Seit dieser Zeit nahm auch der Fremdenverkehr zu, der Elend zu einem wichtigen Ort für Erholungssuchende macht.

Das Tal der Kalten Bode

Das klippenreiche Flusstal der Kalten Bode ist ideal geeignet für kürzere Wanderungen und bindet Schierke an Elend an. Im Naturschutzgebiet Elendstal zwischen Schierke und Elend hat sich der ursprüngliche Mischwald des Harzes erhalten und ist zu jeder Jahreszeit erwandernswert. So führt der Weg durch das gebirgige Bodetal zum Beispiel entlang am von Felsbrocken gesäumten Flussbett der Bode. Ein Ort, der mit seiner unvergleichlichen Atmosphäre beweist, dass der Harz zurecht als eine der sagenumwobensten Regionen Deutschlands gilt.

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