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Von Braunlage zum Achtermann: Schneeverhüllte Felsen und eiserstarrte Wasserfälle erleben

In reiner Winterluft durch Nadelwälder wandern, einen schneebedeckten Gipfel erklimmen und ein vereistes Flusstal durchqueren – auf dem Weg von Braunlage zum Achtermann und zurück sind unvergessliche Naturerfahrungen garantiert.

Hoch hinauf zum Gipfel

Vom Luftkurort am südlichen Fuß des Wurmberges geht es auf durch eine abwechslungsreiche Winterlandschaft, umrahmt vom Nationalpark Harz. Die Gebirgstour zum Achtermann, dem vierthöchsten Berg des Harzes, führt zunächst nach Königskrug. Hier kann man im Gasthof rasten und sich mit einem heißen Kaffee oder Tee für den Aufstieg durch die Kälte wappnen. Geschichtsinteressierte werden sich sicher für die Bodenreste des Neuen Schlosses, eine Turmhügelburg aus dem Spätmittelalter, begeistern. Wenn das überwucherte Gelände der einst höchstgelegensten Burg Niedersachsens nicht gerade in weißer Pracht versunken ist, ist besonders der Winter ideal zur Erkundung.

Weiter durch den Schnee stapfend, wird der Weg nun anstrengender, denn der Sockel des Achtermanns rückt näher. Frostige Wälder mit einer Vegetation aus Nadelbäumen durchquerend, braucht man auf den teils steinigen und rutschigen Pfaden sehr festes Schuhwerk und gute Kondition. Bereits beim Einstieg ist Weg mit seinem felsigen Flussbett und dem sich anschließenden baumwurzelreichen Pfad gerade im Winter eine echte Herausforderung. Die Belohnung jedoch ist eine einzigartige Berglandschaft. Denn der Anblick der Felsen der baumlosen Achtermannshöhe, die bizarr durch die Schneedecke lugen, lassen den Wanderer stolz auf seine Leistung und begeistert vom Winterwunderland sein.

Über Brücken und vorbei an Wasserfällen

Hat man die Fernsicht auf die nebelverhangenen, bewaldeten Höhenzüge ausreichend genossen, geht es vom Felsplateau und durch das herrliche Tal der Bode auf einem einfacheren und breiteren Weg wieder abwärts. Falls überraschend ein Schneesturm aufkommen sollte, kann man die Moosbrücke nehmend einen kurzen Abstecher in Richtung Nordosten machen und sich in der Schutzhütte an der Bärenbrücke unterstellen. Umrundet wird im folgenden Verlauf des Weges das Quellgebiet der Kleinen Bode. Bewundernswert sind dabei die je nach Temperatur fast vollständig zu Eis erstarrten Wasserfälle an den Oberläufen der Oberen und Unteren Bode. Mit zahlreichen Natureindrücken im Gepäck ist dann bald wieder der Parkplatz und somit der Ausgangspunkt erreicht. Durch stille Wälder, hinauf zu verschneiten Berggipfeln und durch eisige Flusstäler – die Wanderung von Braunlage zur Achtermannshöhe und durch das Bodetal besticht vor allem in den Wintermonaten mit vielfältiger Natur.

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